Fliegerbombe löst Großeinsatz aus

Datum: 30. November 2017 
Alarmzeit: 8:00 Uhr 
Alarmierungsart: Melder, Sonstiges, Telefon 
Art: THL 
Einsatzort: Heuweg 

Führung: Stadtbrandrat, Stadtbrandinspektor
UG-ÖEL: 12/1
KEZ:
KATS:
Hauptamtliche Kräfte: 59/1
Löschzüge 1/2 (Stadt): 1/11/1, 1/21/1, 1/30/1, 1/61/1, 2/40/1, 2/59/1
Löschzug 4 (Rennweg): 4/14/1, 4/41/1, 4/48/1, 4/55/1
Löschzug 7 (Siedlung): 7/46/1 
Weitere Kräfte: THW Landshut, Weitere Hilfsorganisation 


Einsatzbericht:

Am Mittwochnachmittag wurde bei Bauarbeiten auf einem Grundstück zwischen der Luitpoldstraße und der Rupprechtstraße eine 50-KG Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Nach Absprache mit allen Hilfsorganisationen, der Polizei, der Stadt Landshut und dem Sprengmeister wurde entschieden, die Entschärfung am Donnerstagvormittag vorzunehmen. Für die Entschärfung wurde ein ab Donnerstagmorgen 8:00 gültiger Evakuierungsradius von 150 Metern rund um den Fundort der Bombe festgelegt, wovon knapp über 450 Einwohner im Landshuter Nikolaviertel betroffen waren. Sonderobjekte wie Schulen, Kindergärten, Altenheime oder Krankenhäuser waren zum Glück nicht betroffen.
 
Rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW begannen daraufhin noch am Mittwochabend gegen 19:30 damit, alle von der Evakuierung betroffenen Personen in ihren Wohnungen aufzusuchen, persönlich zu informieren und auch etwaige besondere Umstände wie gesundheitliche Einschränkungen, Haustiere und dergleichen abzufragen. Alle Bewohner erhielten hierzu auch entsprechende Merkblätter. Diese Aktion konnte gegen 22:30 beendet werden. Bei der Erfassung wurden insgesamt 17 Personen angetroffen, die bzgl. einer notwendigen Beatmung, verminderter Gehfähigkeit oder anderweitiger gesundheitlicher Einschränkungen bei der Evakuierung auf besondere Unterstützung durch die Rettungsdienste angewiesen sind. Diese wurden entsprechend an die Verantwortlichen Rettungsdienstkräfte zur Koordinierung bzw. zur Abholung am Donnerstagmorgen weitergegeben.
 
Am Donnerstagmorgen wurde dann gegen 8:00 von Feuerwehr, THW, Polizei und den Rettungsdiensten damit begonnen, alle Personen aus den betroffenen Objekten zu evakuieren. Dazu wurden seitens der Stadtwerke mehrere Stadtbusse zur Verfügung gestellt und durch die Rettungsdienste ein Ausweichquartier an einer nahen Schule vorbereitet. Die Evakuierung verlief dabei relativ problemlos. Nahezu alle Personen leisteten den Aufforderungen der Hilfskräfte Folge, bzw. hatten ihre Wohnungen ohnehin am Morgen bereits in Richtung Arbeit oder zu Bekannten verlassen. Die vermerkten Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen konnten durch die Rettungsdienste abgeholt und versorgt werden. Nachdem der Bereich komplett geräumt war wurden durch die Polizei die Straßensperren eingerichtet und der Sprengmeister konnte mit der Arbeit beginnen. Gegen 10:30 hatte das Warten dann ein Ende und die Bombe war entschärft. Kurze Zeit später endete der Einsatz und die Sperren konnten wieder aufgehoben werden. Während des Einsatzes standen diverse Einheiten der Hilfskräfte in unmittelbarer Umgebung der Einsatzstelle in Bereitschaft, um bei etwaigen Problemen schnell eingreifen zu können. 
 
Die Landshurter Feuerwehr möchte sich an dieser Stelle recht herzlich bei den Betroffenen für deren Verständnis bedanken. Ein ebenso großer Dank gilt der Polizei, dem THW, den Rettungsdiensten, den Stadtwerken und der Stadt Landshut für die gute und problemlose Zusammenarbeit. Nicht vergessen möchten wir an dieser Stelle auch, uns bei den Arbeitgebern der rund 150 ehrenamtlich tätigen Einsatzkräften von Feuerwehr (rund 35), THW (rund 35) und den Rettungsdiensten (rund 75) zu bedanken, die ihre Mitarbeiter ohne Anstalten für den heutigen Einsatz von der Arbeit freigestellt haben.