Gasaustritt bei Altenheim führt zu Großeinsatz der Rettungskräfte

Datum: 2. April 2019 
Alarmzeit: 7:30 Uhr 
Alarmierungsart: Melder 
Art: THL 
Einsatzort: Kalcherstraße 

Führung: Stadtbrandrat, Stadtbrandinspektor, 10/1
Löschzüge 1/2 (Stadt): 1/11/1, 1/61/1, 2/40/1, 2/65/1
Löschzug 3 (Achdorf): 3/11/1, 3/41/1, 3/52/1
Löschzug 5 (Hofberg): 5/21/1, 5/46/1
Löschzug 8 (Schönbrunn): 8/41/1, 8/55/1 


Einsatzbericht:

Gasaustritt bei Altenheim führt zu Großeinsatz der Rettungskräfte

Am Dienstagmorgen wurde der Löschzug Hofberg der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut zunächst wegen eines Gasaustritts im Freien zum Altenheim an der Kalcherstraße alarmiert. Dort wurde bei Bauarbeiten im unmittelbaren Nahbereich des Altenheims die Gasleitung zum Objekt beschädigt. Im Zuge der Erkundung stellten die Einsatzkräfte fest, dass das Gas bereits in die Kellerräume des vorderen Gebäudetraktes eingedrungen war und sich dort in Teilen auch ein Gas-Luft-Gemisch im explosionsgefährdeten Bereich gebildet hatte. Von der Einsatzleitung wurde daraufhin umgehend entschieden, zur Sicherheit den vorderen Gebäudetrakt zu evakuieren. Dazu wurden von Feuerwehr, Rettungsdienst und der Polizei massive Kräfte zum Altenheim beordert. Die Fachleute der Stadtwerke trafen ebenfalls kurz nach der Feuerwehr am Objekt ein. Die Evakuierung verlief dann zügig und ruhig ab. Nachdem anfangs die Evakuierung der ersten beiden Stockwerke geplant war, so wurden aus Sicherheitsgründen schließlich doch alle Bewohner des vorderen Gebäudetraktes (Bereich über dem Haupteingang) in andere Gebäudetrakte verlegt. Die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr, den Stadtwerken und dem Personal des Altenheims funktionierte völlig problemlos. Der Bereich um das Altenheim wurde während des Einsatzes weiträumig abgesperrt. Durch die parallele Sperrung des Hofbergtunnels kam es deshalb am Hofberg im morgendlichen Berufsverkehr zu erheblichen Behinderungen. 

Nachdem dann durch die Stadtwerke die Gasleitung abgeschiebert wurde und das Gasleck geschlossen werden konnte, wurde von der Feuerwehr der gesamte Kellerbereich sowie auch die umliegende Kanalisation mit explosionsgeschützten Lüftern belüftet. Durch diese Maßnahme sollten sich die in tiefen Bereichen gesammelten gefährlichen Gas-Luft-Gemische verflüchtigen. Nach einiger Belüftungszeit konnte schließlich durch mehrere Messungen der Feuerwehr und der Stadtwerke Entwarnung gegeben werden. 

Der Einsatz endete schließlich gegen 10:30. Soweit der Feuerwehr bekannt ist, sind nun auch die Bewohner zum Großteil wieder in ihren Zimmern und zum Glück haben alle die Aktion auch völlig unbeschadet überstanden. Seitens der Landshuter Feuerwehr waren die Löschzüge Stadt, Achdorf, Hofberg und Schönbrunn unter der Leitung von Stadtbrandrat Gerhard Nemela und Stadtbrandinspektor Martin Dax mit etwa 40 Einsatzkräften vor Ort. Wie stark die Kräfte von Polizei und Rettungsdienst waren, wie es letztendlich zur Beschädigung der Gasleitung kam und wie hoch der entstandene Sachschaden ist, kann von der Feuerwehr nicht benannt werden. Die Polizei hat vor Ort die entsprechenden Ermittlungen aufgenommen.