Großeinsatz der Feuerwehr bei Brand im Citycenter

Datum: 17. Januar 2019 
Alarmzeit: 7:28 Uhr 
Alarmierungsart: Melder 
Dauer: 4 Stunden 47 Minuten 
Art: Brand 
Einsatzort: Citycenter Landshut 
Einsatzleiter: SBR/SBI 
Mannschaftsstärke: 60 

Führung: Stadtbrandrat, Stadtbrandinspektor, 10/1, 10/2
UG-ÖEL: 12/1
Hauptamtliche Kräfte: 59/1
Löschzüge 1/2 (Stadt): 1/11/1, 1/21/1, 1/30/1, 2/65/1
Löschzug 3 (Achdorf): 3/11/1, 3/30/1, 3/41/1, 3/47/1
Löschzug 4 (Rennweg): 4/41/1, 4/48/1
Löschzug 5 (Hofberg): 5/21/1, 5/46/1
Löschzug 7 (Siedlung): 7/21/1, 7/53/1
Löschzug 8 (Schönbrunn): 8/41/1, 8/55/1 


Einsatzbericht:

Ein Alarm im Landshuter Citycenter entwickelte sich am Donnerstagmorgen zu einem fast fünf Stunden andauernden Großeinsatz der Rettungskräfte. Als die Haustechniker des CCL an diesem Morgen Rauch im Kino und Gastronomiebereich im zweiten Obergeschoss des CCL feststellten, verständigten sie über einen Druckknopfmelder die Feuerwehr. Nachdem der Löschzug Stadt zusammen mit Stadtbrandrat Gerhard Nemela am Objekt eintrafen, wurden diese umgehend über die Rauchentwicklung in Kenntnis gesetzt und ließen entsprechend der Alarmplanung die Löschzüge Achdorf, Rennweg, Hofberg und Siedlung sowie die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung nachalarmieren. Ein Betreten des Areals im 2. OG ohne Atemschutz war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr möglich. Die Einsatzkräfte räumten daher zuerst das komplette CCL und begannen anschließend mit mehreren Atemschutztrupps und Wärmebildkameras mit der Absuche. Diese gestaltete sich wegen der großen betroffenen Flächen – der Rauch war auch in mehrere Kinosäle, Serviceräume und Schächte gezogen – äußerst schwierig und langandauernd. Die Einsatzkräfte mussten jeden Technikraum, jede Zwischendecke, jeden Schacht und sämtliche Räumlichkeiten im Objekt kontrollieren. Auch die Aufzüge und Motorenräume wurden kontrolliert. Da bei der Absuche in der Ladenzeile keine Auffälligkeiten und auch kein Rauch festgestellt wurden, konnte diese kurz nach 9:00 wieder geöffnet werden. Der Zugang zum Kino/Gastronomietrakt sowie zu den Büros und Arztpraxen auf dieser Seite war durch eine Brandschutztüre verschlossen und blieb natürlich weiterhin gesperrt.

Der Brandherd konnte von der Feuerwehr schließlich in der Zwischendecke über dem Gastronomiebereich lokalisiert werden. Hier brannten Isoliermaterialien, Kabel und elektronische Bauteile. Auf Grund der Raumhöhe und keinerlei Anstellmöglichkeiten für Leitern musste sich die Feuerwehr mit einem fahrbaren Gerüst und einer Spezialleiter Zugang zur Zwischendecke verschaffen. Mehrere Atemschutztrupps begannen dann damit, mit Sägen Öffnungen in die Zwischendecke zu schneiden. Zur Versorgung mit Atemschutzträgern wurde im weiteren Verlauf auch noch der Löschzug Schönbrunn nachalarmiert. Im Brandbereich wurde dann über mehrere Öffnungen Wasser und Schaummittel in die Zwischendecke gespritzt. Dieser Löscheinsatz zeigte nach kurzer Zeit die erwünschte Wirkung. Trotzdem waren zu diesem Zeitpunkt bereits etwa 200 – 250 Quadratmeter der Zwischendecke betroffen. Vorsorglich wurde auch das THW alarmiert, um ggf. weitere Gerüste im Objekt aufbauen zu können. Diese wurden dann jedoch nicht mehr benötigt.

Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde der gesamte Bereich nochmals mit Wärmebildkameras kontrolliert, dabei wurden keine weiteren Auffälligkeiten festgestellt, so dass die Einsatzstelle gegen 12:00 an die Objektverantwortlichen sowie die Polizei für die Durchführung der weiteren Ermittlungen übergeben werden konnte.

Von der Landshuter Feuerwehr waren unter der Leitung von Stadtbrandrat Gerhard Nemela und Stadtbrandinspektor Martin Dax rund 60 Einsatzkräfte der Löschzüge Stadt, Achdorf, Rennweg, Hofberg, Siedlung und Schönbrunn sowie der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung vor Ort. Unterstützt wurde die Feuerwehr von mehreren Streifen der Polizei, von mehreren Mitgliedern der Rettungsdienste inklusive Notarzt und Einsatzleiter Rettungsdienst sowie vom Fachberater THW. Die Feuerwehr konnte den Einsatz gegen 12:15 beenden. Die Polizei schätzt den Sachschaden aktuell auf mindestens 200.000 Euro, die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

Während des Einsatzes waren die Pdewilsstraße zwischen Maxwehr und Niedermayerstraße sowie der alte Viehmarkt durch die Polizei komplett gesperrt.

Für die Erlaubnis, die Innenaufnahmen auf dem CCL für den Einsatzbericht nutzen zu dürfen, bedanken wir uns bei den Verantwortlichen recht herzlich.