Schwerer Verkehrsunfall

Datum: 4. Juli 2017 
Alarmzeit: 6:41 Uhr 
Alarmierungsart: Melder 
Art: THL 
Einsatzort: Autobahn A 92 

Führung: Stadtbrandrat, Stadtbrandinspektor, 10/1, 10/2
Löschzug 6 (Münchnerau): 6/11/1, 6/40/1, 6/43/1 
Weitere Kräfte: FF Altdorf, FF Moosburg 


Einsatzbericht:

Schwerer Verkehrsunfall auf der A 92 sorgt für massive Verkehrsbehinderung
Rettungskräfte durch fehlende Rettungsgasse behindert

Ein Verkehrsunfall auf der Autobahn A 92 zwischen den Anschlussstellen Moosburg Nord und Landshut West hat am Dienstagmorgen im Berufsverkehr für größere Verkehrsbehinderungen gesorgt. Um 6:41 wurden die Feuerwehren aus Landshut, Altdorf und Moosburg mit der Meldung “schwerer Verkehrsunfall – Person eingeklemmt” auf die A 92 gerufen. Da anfangs auch Meldungen im Raum standen, wonach das Fahrzeug die Mittelleitplanke durchbrochen haben könnte, wurden von beiden Auffahrten her Feuerwehren zur Einsatzstelle geschickt. 

Auf der Anfahrt hatten vor allem die über Landshut West anfahrenden Kräfte aus Landshut und Altdorf mit größeren Verzögerungen auf Grund einer fehlenden Rettungsgasse zu kämpfen. Selbst ein Einfahren vom Beschleunigungsstreifen in die eigentliche Rettungsgasse war nur schwer möglich. In der vermeintlichen Rettungsgasse selbst standen auf der linken Spur nur wenige PKW an der Seite, auf der rechten Fahrspur hielten alle Fahrzeuge die Spurmitte, ein seitliches Verschieben, um die Durchfahrt der Einsatzfahrzeuge zu ermöglichen, war nicht zu erkennen. Auch nach der Durchfahrt der Einsatzfahrzeuge wurde die Rettungsgasse teilweise wieder zugefahren. Die Einsatzkräfte appellieren hier unbedingt an die Vernunft und Sorgfalt aller Fahrzeuglenker auf Autobahnen und mehrspurigen Bundesstraßen, unbedingt bereits bei stockendem oder langsamer werdenden Verkehr die Rettungsgasse zu öffnen. Gerade der gestrige Unfall in Oberfranken zeigt auf tragische Art und Weise die immense Bedeutung von schnellstmöglicher Hilfe an der Unglücksstelle. 

Der heutige Einsatz selbst beschränkte sich für die Feuerwehren glücklicherweise nur auf die Absicherung der Unfallstelle und die Fahrbahnreinigung. Ein in Richtung Deggendorf fahrender PKW krachte mit großer Wucht in die Mittelleitplanke, deformierte diese stark und wurde anschließend wieder auf die Deggendorfer Spur zurückgeschleudert, dort kam das Fahrzeug dann verkehrtherum zur Fahrbahn zum Stehen. Der Fahrer war glücklicherweise nicht eingeklemmt. Durch den starken Aufprall wurden jedoch mehrere Teile des Fahrzeuges auf die Münchner Spur geschleudert und sorgten auch dort für Stau. Nachdem die Unfallstelle von der Feuerwehr gesichert und gereinigt wurde, konnten die meisten Kräfte gegen 07:30 wieder abrücken. Rund um den Einsatz kam es auf beiden Richtungsfahrbahnen im Berufsverkehr zu größeren Staus und Behinderungen. Über den Gesundheitszustand des Fahrers, die Unfallursache und die Schadenshöhe ist der Feuerwehr nichts bekannt.