Ausgedehnter Waldbrand

Datum: 20. April 2018 
Alarmzeit: 17:04 Uhr 
Alarmierungsart: Melder 
Dauer: 7 Stunden 1 Minute 
Art: Brand 
Einsatzort: Beutelhausen 
Einsatzleiter: KBI Hahn 

Löschzug 4 (Rennweg): 4/41/1
Löschzug 5 (Hofberg): 5/21/1, 5/46/1
Löschzug 9 (Frauenberg): 9/21/1 
Weitere Kräfte: FF Altdorf, FF Attenhausen, FF Bruckberg, FF Ergolding, FF Essenbach, FF Eugenbach, FF Furth, FF Gündlkofen, FF Moosburg, FF Neustadt an der Donau, FF Piflas, FF Tiefenbach, FF Tiefenbach UGÖEL, FF Tondorf, FF Widdersdorf, THW Landshut, Weitere Feuerwehr, Weitere Hilfsorganisation 


Einsatzbericht:

Ausgedehnter Waldbrand fordert Feuerwehren
 
Ein ausgedehnter Waldbrand hat ab Freitagnachmittag bis teilweise Samstagvormittag rund 300 Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren sowie etliche Kräfte von Polizei, THW und den Rettungsdiensten gefordert. Der Brand in einem großen Waldgebiet zwischen Beutelhausen und Eugenbach wurde am Freitag gegen 16:30 von Autofahrern von der A 92 aus entdeckt. Als die ersten Kräfte in der Nähe des Brandortes eintrafen, stand schon eine große Fläche Wald in Flammen. Wegen des bereits weit fortgeschrittenen Brandes und der schwierigen Zugänglichkeit der Brandstelle an einem Abhang wurde sofort ein Großaufgebot an Feuerwehren und Rettungskräften in Marsch gesetzt. Dazu gehörten auch die Flughelfergruppe Neustadt an der Donau mit Hubschrauber-Außenlastbehältern sowie zwei Hubschrauber der Polizei. 
 
Durch die Einsatzleitung wurde die Einsatzstelle dann in mehrere Abschnitte unterteilt. Ziel war es zuerst, sowohl auf der Ostseite als auch auf der Westseite der Brandstelle ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern. Dazu wurden längere Schlauchleitungen von Weihern und Bächen im Tal zur Einsatzstelle gelegt und dazu noch ein Pendelverkehr mit mehreren Tanklöschfahrzeugen eingerichtet. Nachdem diese logistisch und materiell äußerst anspruchsvolle Aufgabe gemeistert war, konnten dann auch erste Löscherfolge erzielt und die Flammen unter Kontrolle gebracht werden. Die verbrannte Fläche betrug aber zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Tausend Quadratmeter. Ein weiterer Einsatzabschnitt war die Brandbekämpfung aus der Luft mit den beiden jeweils 900 Liter Löschwasser fassenden Außenlastbehältern der Feuerwehr Neustadt. Diese wurden von Feuerwehrkräften auf dem Sportplatz in Gündlkofen gefüllt und dann mit Hubschraubern der Polizei zur Brandstelle geflogen und dort abgelassen. Die endgültigen Löscharbeiten stellten sich dann als äußerst schwierig und langwierig dar. Immer wieder flammten am trockenen Waldboden Glutnester und Flammen auf, die dann in mühevoller Kleinarbeit gelöscht und umgegraben wurden. Unterstützt wurden diese Arbeiten von einem weiteren Hubschrauber der Polizei mit einer Wärmebildkamera. Teilweise wurden die Löschmannschaften am Boden von der Crew des Hubschraubers zu den Glutnestern gelotst. Dazu kamen auch am Boden mehrere Wärmebildkameras zum Einsatz. Bis kurz nach Mitternacht konnten dann die größten Glutnester gefunden und gelöscht werden, so dass der Einsatz für diesen Tag abgebrochen werden konnte. Nachdem über Nacht glücklicherweise eine leichte Abkühlung einsetzte, kamen bei der Tags drauf durchgeführten Kontrolle – ebenfalls wieder unterstützt von einem Hubschrauber – keine weiteren Glutnester mehr zum Vorschein. Der Einsatz konnte daraufhin in den Vormittagsstunden des Samstages beendet werden. Die insgesamt verbrannte Fläche dürfte bei rund 6.000 bis 7.000 Quadratmetern liegen. 
 
Insgesamt kamen bei diesem Waldbrand, der zu den größten Waldbränden in der Region in den letzten Jahren zählt, fast 400 Einsatzkräfte – davon rund 300 der Feuerwehr aus Stadt und Landkreis Landshut, dem Landkreis Freising und dem Landkreis Kelheim – zum Einsatz. Die Zusammenarbeit zwischen allen Kräften funktionierte dabei reibungslos. Die Gesamteinsatzleitung lag bei Kreisbrandinspektor Karl Hahn, der von den Kreisbrandmeistern Günther Deller und Florian Baumann als Abschnittsleiter unterstützt wurde. Bezüglich Sachschaden und Brandursache ermittelt die Polizei. 
 
Für einen Teil der Bilder bedanken wir uns recht herzlich bei der Kreisbrandinspektion des Landkreises Landshut!