Jahreshauptversammlung und ein großer Wechsel

Jahreshauptversammlung und ein großer Wechsel

Am 6. Februar fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des Löschzugs Schönbrunn statt. Als besondere Gäste innerhalb der Gesamtwehr konnten der Stadtbrandrat Sebastian Öllerer und der Stadtbrandinspektor Martin Dax begrüßt werden. Ferner waren der 1. Vorsitzende des Gesamtvereins Andreas Kei sowie sein Stellvertreter Daniel Koppauer anwesend. Zahlreiche aktive Mitglieder sowie Ehrengäste, u. a. Stadtrat und förderndes Mitglied Rudolf Schnur, Stadtrat und Verwaltungsbeirat sowie aktives Mitglied Ludwig Schnur und die beiden Ehrenbrandmeister Franz und Max Nettinger sowie weitere fördernde Mitglieder waren gkommen. Die große Zahl der Teilnehmenden unterstrich damit die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements innerhalb des Löschzugs und die Wertschätzung für die geleistete Arbeit des Löschzugs Schönbrunn.

Zu Beginn der Versammlung wurde in einem ausführlichen Rückblick auf das vergangene Jahr geschaut. Neben den vielfältigen Einsätzen und intensiven Übungen fanden auch die zahlreichen kameradschaftlichen und vereinsseitigen Veranstaltungen Erwähnung. Deutlich wurde dabei, wie sehr sich Anforderungen, Einsatzspektrum und organisatorische Aufgaben in den vergangenen Jahren weiterentwickelt haben.

Ein zentraler Punkt des Abends war der personelle Wechsel in nahezu allen Funktionen der Zugführung und Vorstandschaft. Damit endete ein prägendes Kapitel in der Geschichte des Löschzugs.

Würdigung der scheidenden Führung

Im Rahmen der Versammlung wurde den scheidenden Führungskräften in besonderer Weise gedankt. Andreas Forster würdigte in einer ausführlichen Laudatio insbesondere den bisherigen Zugführern Christian Köppl und seinem Stellvertreter Robert Reinbacher. Ebenso wurde weiteren scheidenden Mitgliedern der Führung mit Waldemar Els als Veranstaltungswart, Mannschaftssprecher Armin Gaspar und Passivensprecher Franz Walter sowie dem langjährigen Kassenprüfer Andreas Huber für ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, gedankt.

In einer gemeinsamen „Zeitreise“ wurde die Entwicklung des Löschzugs seit den frühen 2000er-Jahren nachgezeichnet und mit Bildern veranschaulicht. Zu Beginn der 2000er-Jahre verfügte der Löschzug nur über rund 20 aktive Mitglieder, die räumlichen Bedingungen im alten Gerätehaus waren stark eingeschränkt. Dennoch wurde mit großem persönlichem Engagement der Dienstbetrieb aufrechterhalten.

Mit dem Führungswechsel im Jahr 2002 übernahm Waldemar Els Verantwortung als Zugführer, unterstützt von Robert Reinbacher als Stellvertreter. 

2008 übernahm Christian Köppl im Alter von 24 Jahren die Zugführung. In den folgenden Jahren wurde eine entscheidende Weichenstellung erreicht: Der Neubau der Wache an der Kiem-Pauli-Straße wurde realisiert und 2011 fertiggestellt. Damit verbesserten sich nicht nur die räumlichen Bedingungen erheblich – auch die Attraktivität des Löschzugs stieg nachhaltig. Die Mitgliederzahl entwickelte sich kontinuierlich und liegt heute bei rund 50 Aktiven.

Es folgten weitere Meilensteine:

  • Gründung des Fördervereins im Jahr 2018
  • Planung, Organisation und Indienststellung mehrerer neuer Fahrzeuge (u.a. 2015, 2020, 2025)
  • Übernahme von Sonderaufgaben wie Hochwasserschutz oder zuletzt mit der Indienststellung des neuen HLF die schwere technische Hilfeleistung
  • Deutlicher Anstieg der Einsatzzahlen von rund 20 auf inzwischen ca. 100 Einsätze pro Jahr
  • Kontinuierlicher Ausbau von Übungen, Spezialisierung und Fortbildung

Parallel dazu wurde auch das vereinsseitige Leben erweitert u. a. durch Teilnahme an und Ausrichtung von zahlreichen Veranstaltungen. Hierbei besonders erwähnenswert ist das mittlerweile traditionell verankerte des Pfingstfest des Löschzugs Schönbrunn. Aber auch durch neue interne Feste wie den Brunch für Angehörige, Halloween oder Faschingsfeiern, Steckerlfischgrillen, Ausrichtung von Fahnenweihe oder Florianiamt für die Gesamtwehr wurde der Gemeinschaftssinn gestärkt.

Dieser Wandel brachte neue Herausforderungen und eine erhebliche Zunahme an Verantwortung mit sich. Über viele Jahre hinweg lag ein Großteil dieser Verantwortung auf wenigen Schultern. Der zeitliche und organisatorische Einsatz der Führung war entsprechend hoch.

Die Versammlung machte deutlich: Die positive Entwicklung des Löschzugs in den vergangenen zwei Jahrzehnten ist untrennbar mit dem Engagement der scheidenden Führung verbunden. Mit Weitsicht, Beharrlichkeit und Verantwortungsbewusstsein haben sie Strukturen geschaffen, Entwicklungen angestoßen und den Löschzug durch Phasen des Umbruchs geführt.

Mit der Neustrukturierung der Aufgaben – künftig verteilt auf 1. und 2. Vorstand sowie 1. und 2. Wachleitung – trägt der Löschzug den gewachsenen Anforderungen Rechnung und stellt die Verantwortung auf eine breitere Basis.

In persönlichen Worten wurde betont, dass nach vielen Jahren intensiver Verantwortung auch Raum für Familie und persönliche Prioritäten wichtig ist. Gleichzeitig wurde der Wunsch ausgesprochen, dass die scheidenden Führungskräfte dem Löschzug weiterhin als aktive und erfahrene Mitglieder erhalten bleiben sollen. Im Namen des gesamten Löschzugs wurde ein herzlicher Dank ausgesprochen. Zum Schluss gab es Standing Ovations für Christian Köppl und seine scheidenden Unterstützer. „Eure Ämter enden – aber die Verbundenheit mit dem Löschzug bleibt.“

Neuwahlen und Ausblick

Im Anschluss erfolgte der offizielle Führungswechsel. Das Amt des Zugführers übernimmt künftig Jörg Seidel. Unterstützt wird er von seinem Stellvertreter Andreas Forster. Gewählt wurden in die Ämter des 1. Vorstands Maximilian Schneider und als 2. Vorstand Andreas Maierhofer. Beide bedankten sich für das entgegengebrachte Vertrauen und betonten die Bedeutung von Teamarbeit, offener Kommunikation und gegenseitigem Respekt. Ziel sei es, Bewährtes fortzuführen und zugleich neue Impulse zu setzen.

Darüber hinaus wurden weitere Funktionen gewählt. Neuer Mannschaftssprecher wurde Maximlian Öder, neuer Schriftführer Philip Schnur und neuer Veranstaltungswart Sebastian Pusl. Neuer und alter Kassier bleibt einstimmig Johannes Walter, weiterhin wurde Martin Paintner als Kassenprüfer bestätigt. Neue Unterstützung bei der Kassenprüfung bekommt Martin Paintner mit Daniel Fritsch. Diese Aufgaben bilden das organisatorische Fundament des Löschzugs und tragen maßgeblich zu Transparenz, Mitgestaltung und einem aktiven Vereinsleben bei.

Die Versammlung endete in einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre mit einem ausgiebigen Abendessen. Sie bot Gelegenheit zum Austausch und machte deutlich, dass der Löschzug Schönbrunn für Einsatzbereitschaft, Professionalität, Zusammenhalt und verantwortungsvolles ehrenamtliches Engagement steht.