Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut hat sich am vergangenen Samstag mit einem Großaufgebot an der Katastrophenschutzübung am Eisstadion beteiligt. Alle Löschzüge und Fachgruppen waren in unterschiedlichsten Aufgaben sowohl vor Ort als auch im Hintergrund bzw. im Stabsraum bei der Führungsgruppe Katastrophenschutz in dieses anspruchsvolle Szenario eingebunden.
Angenommen wurde ein Verkehrsunfall zwischen einem wegen eines medizinischen Notfalls außer Kontrolle geratenen Tankzugs, der vor dem Eisstadion mit einem nahezu voll besetzten Fanbus kollidierte. In Folge der Kollision durchschlug der Bus die Zugangstüren zum Eisstadion und der Tankzug kam am unwegsamen Isarufer kurz vor der Isar zum Stehen, es gab rund 40 verletzte Personen zu beklagen. Dazu kam es am Bus zu einem Brandereignis und aus dem Tankzug trat Heizöl aus.
Für die ersteintreffenden Kräfte der Landshuter Feuerwehr ging es zunächst primär um die Brandbekämpfung am Bus, um die hier zahlreichen nicht gehfähigen Personen nicht noch weiter zu gefährden. Gehfähige Personen wurden zunächst vom Bus weggebracht. Da durch die zerstörte Fassade des Eisstadions auch Rauch ins schon teil besetzte Stadion zog, musste dieses umgehend evakuiert und abgesucht werden. Parallel wurde umgehend die Alarmstufe erhöht und Spezialausrüstung sowohl zur technischen Hilfeleistung als auch zur Bekämpfung des Ölunfalls nachgefordert. Nachdem der Brand gelöscht war konzentrierten sich die Einsatzkräfte der Feuerwehr auf die Unterstützung des Rettungsdienstes bei der Versorgung und dem Abtransport der verletzten Personen sowie um die Bekämpfung des Ölunfalls. Während für das bereits in der Isar befindliche Öl Kräfte der Wasserwacht und des THW mit Booten und großen Ölsperren nachgefordert wurden, wurde an Land am Tankzug eine Auffangwanne installiert und das Leck soweit möglich abgedichtet. Dazu wurde für einen etwaigen Brandfall am Tankzug bzw. im Bereich des ausgelaufenen Heizöls der dreifache Brandschutz sichergestellt. Da im Verlauf des Übungsszenarios auch ein im Bus befindliches Kind abgängig war (Teil der Übung), wurden im Nahbereich des Eisstadions umfangreiche auch von einer Drohne unterstützte Suchmaßnahmen eingeleitet. Nach gut 2,5 Stunden konnte diese äußerst interessante und aufschlussreiche Übung schließlich beendet werden.
Zur Sicherstellung der Brand- und Unfallhilfe in der Stadt Landshut während der Übung wurden vorab vier Fahrzeuge (ein Löschzug mit Einsatzleiter) für die Bereitschaft eingeteilt, die voll besetzt in der Nähe der Übungsstelle für Notfälle parat standen und nicht ins Übungsgeschehen eingebunden waren. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut dankt dem städtischen Katastrophenschutz recht herzlich für die Ausarbeitung der Übung und allen mitwirkenden Hilfsorganisationen für die gute und reibungslose Zusammenarbeit.





