Feuerwehr Landshut gründet Oldtimergruppe

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut kann mittlerweile auf stolze 167 Jahre Kameradschaft, kleine und große Einsätze, Übungen und Wachdienste und damit auf 167 Jahre Geschichte zurückblicken. Neben den aktiven Feuerwehrmännern und -frauen sind dabei immer auch die Einsatzfahrzeuge einer Feuerwehr von besonderer Bedeutung gewesen. Um die historischen Schätze der Landshuter Wehr noch besser erhalten, pflegen und auch wieder regelmäßig ausfahren zu können, wurde vor kurzem unter dem Dach der Gesamtwehr eine eigene Oldtimer-Gruppe gegründet. Diese umfasst mittlerweile knapp 20 Kameraden aller Löschzüge und kümmert sich nun regelmäßig um die historischen Fahrzeuge und damit um einen Teil Geschichte. Alle der Oldtimergruppe zugeordneten Fahrzeuge können auf ihre eigene Art und Weise ein Stück Landshuter Feuerwehrgeschichte mit erzählen.  Momentan gehören der Oldtimer-Gruppe vier Fahrzeuge an, von denen drei soweit fahrbereit sind. Die Reparatur eines vierten Fahrzeugs (Opel Blitz Löschfahrzeug) wird demnächst angegangen.

Das älteste Fahrzeug im Bestand ist die so genannte „Bayernspritze“, die vor gut 100 Jahren (In-Dienst-Stellung 1928) das erste motorisierte Einsatzfahrzeug der Landshuter Wehr war. Das Fahrzeug kam gerade in den Feuernächten des Zweiten Weltkriegs nicht nur in und um Landshut zum Einsatz, sondern wurde des Öfteren auch zur Amtshilfe nach München beordert. Das Fahrzeug wurde dann schließlich 1960 nach 32 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet. 

Der Bayernspritze folgt das in Landshut als so genanntes „Burgbrand-TLF“ bekannte Tanklöschfahrzeug (Anschaffung 1950). Das Fahrzeug, das bereits damals über einen großen 2.400 Liter fassenden Löschwassertank verfügte,  war beim Großbrand auf der Burg Trausnitz  eines der ersten Fahrzeuge im Burginnenhof und war dort dann mehrere Tage zur Brandbekämpfung im Einsatz. Das Fahrzeug wurde bis 1982 im aktiven Dienst (zuletzt bei der FF Langquaid) genutzt und kam anschließend wieder zurück nach Landshut.

Als drittes Schmuckstück ist die DLK 23/12 n. B. im Bestand der Oldtimer-Gruppe. Die FF Landshut hatte diese besondere Drehleiter 1984 zusammen mit der Berufsfeuerwehr München beschafft und hatte so als erste Wehr in Bayern diese besondere Drehleiter. Im Wissen um die Besonderheit des Fahrzeugs wurde dieses schon zu aktiven Zeiten ganz besonders in Ehren gehalten. Die Drehleiter war in der Hauptfeuerwache und beim Löschzug Achdorf stationiert und wurde 2019 nach 35 Einsatzjahren in den Ruhestand verabschiedet.