Heftige Gewitterzelle sorgt für einsatzreichen Nachmittag

Datum: 23. Mai 2020 
Alarmzeit: 15:00 Uhr 
Alarmierungsart: Melder, Sonstiges, Telefon 
Dauer: 5 Stunden 
Art: THL 
Einsatzort: Stadtgebiet Landshut 

Führung: Stadtbrandrat, Stadtbrandinspektor
KEZ:
KATS:
Löschzüge 1/2 (Stadt): 1/30/1, 1/61/1, 2/40/1, 2/65/1
Löschzug 3 (Achdorf): 3/30/1, 3/41/1, 3/47/1
Löschzug 4 (Rennweg): 4/41/1
Löschzug 5 (Hofberg): 5/21/1, 5/46/1
Löschzug 7 (Siedlung): 7/14/1, 7/41/1, 7/46/1
Löschzug 8 (Schönbrunn): 8/41/1, 8/55/1
Löschzug 9 (Frauenberg): 9/21/1 


Einsatzbericht:

Eine kurze aber heftige Unwetterzelle hat sieben von acht Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut einen arbeitsreichen Samstagnachmittag beschert. Ab etwa 15:00 wurden die Einsatzkräfte bis 19:30 zu gut 20 Einsatzstellen im gesamten Stadtgebiet gerufen, lediglich der Bereich Münchnerau blieb davon ausgenommen. Überwiegend handelte es sich dabei um umgestürzte Bäume oder herabhängende Baumteile, an drei Einsatzstellen mussten Wasserschäden beseitigt werden, am Eisstadion stürzte ein langer Bauzaun um und musste durch die Einsatzkräfte wieder aufgestellt werden.

Bei den Sturmschäden reichten in den meisten Fällen einige Schnitte mit der Kettensäge, um die Gefahr bzw. die Behinderung zu beseitigen. Bei einer massiven umgestürzten Buche in der Sandstraße, einer Kiefer in der Arnimstraße und mehreren umgestürzten Bäumen in der Schönbrunner Straße waren aber ein größerer Personal- und Geräteeinsatz erforderlich. In der Sandstraße stürzte eine große Buche auf eine Garagenzeile und musste von den Einsatzkräften in mühevoller Kleinarbeit zurückgeschnitten und beseitigt werden. Die Bäume in der Schönbrunner Straße konnten bis auf einen von der Feuerwehr beseitigt werden. Da eine Beseitigung des letzten Baumes wegen der auf dem Baum liegenden Spannung nur in einer äußerst gefährlichen Aktion möglich gewesen wäre, entschied man sich für eine Sperrung der Straße und die Entfernung des Baumes einer Spezialfirma zu übergeben. In der Arnimstraße stürzte ein Teil einer großen Kiefer auf ein Wohngebäude und blieb dort auf der Dachattika hängen. Durch die Feuerwehr wurde der Baum mittels Drehleiter soweit ausgeastet und anschließend mit einem Kran auf eine Wiese gehoben. 
 
Durch den kurzen heftigen Starkregen erwischte es unter anderem eine Bäckerei am Kaserneneck sowie ein Einrichtungshaus im Landshuter Industriegebiet. Die Wasserschäden konnten mit Wassersaugern beseitigt werden. 
 
Zur Koordinierung der Einsatzstellen im Landshuter Stadtgebiet sowie auch im Landkreis Landshut, wo ebenfalls zahlreiche Feuerwehren im Einsatz waren, wurde kurz nach 15:00 auch die Kreiseinsatzzentrale in der Landshuter Hauptfeuerwache durch die ehrenamtlichen Einsatzkräfte besetzt und blieb bis etwa 18:00 in Betrieb. Soweit der Landshuter Feuerwehr bekannt ist, kamen bei dem Unwetter keine Personen zu Schaden. Die entstandenen Sachschäden können von der Feuerwehr nicht beziffert werden.