Datum: 11. Juni 2023 um 01:30 Uhr
Einsatzart: THL > THL 4
Einsatzort: Berggrub B 299
Einheiten und Fahrzeuge:
- Führung: Stadtbrandrat
- KATS: 63/1
- Löschzüge 1/2 (Stadt): 1/11/1, 1/61/1, 2/40/1, 2/65/1
- Löschzug 5 (Hofberg): 5/14/1, 5/21/1, 5/46/1
Weitere Kräfte: DRF Luftrettung, FF Hohenegglkofen, FF Piflas, PI-Landshut, Rettungsdienst BRK, Rettungsdienst Malteser
Einsatzbericht:
Zunächst wurden die Feuerwehren aus Landshut, Piflas und Hohenegglkofen um 1:30 zu einem schwerem Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen auf der B299 auf Höhe der Abfahrt JVA/Landshut Berg alarmiert.
Beim Eintreffen bot sich den eingesetzten Kräften ein Bild des Schreckens. In den beiden Unfallfahrzeugen, die vor der JVA frontal kollidiert waren, waren die beiden Fahrer jeweils schwer eingeklemmt. Lediglich die Tochter einer unfallbeteiligten Person konnte das Fahrzeug ohne den Einsatz von schwerem technischen Gerät verlassen und wurde leicht verletzt von Notarzt und Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus eingeliefert. Wegen des schlechten Gesundheitszustands der Mutter wurde für Sie umgehend eine Crashrettung eingeleitet, um diese schnellstmöglich aus dem Fahrzeugwrack retten zu können. Nachdem dies gelungen war, wurde die Frau von Notarzt und Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert, wo sie aber leider kurze Zeit später an den schweren Verletzungen starb. Die Befreiung der zweiten unfallbeteiligten Person wurde dann eine wahre Mammutaufgabe. Wegen der massiven Deformierung des Fahrzeugs und der Lage der Person in der Fahrgastzelle dauerte die Rettung unter Einbeziehung von Schwere, Spreizer, mehrerer Rettungszylinder und Seilwinden mit Ketten rund eine halbe Stunde. Die endgültige Befreiung der Person gelang erst, als das Wrack mittels zweier in den Fahrzeugen verbauten Seilwinden auseinandergezogen wurde. Die Person wurde von einem Rettungshubschrauber in eine Regensburger Klinik verbracht, wo sie leider ebenfalls im Laufe des Tages verstarb. Parallel zu den Rettungsmaßnahmen wurde durch die eingesetzten Feuerwehren eine Komplettsperre der B299 eingerichtet sowie mit mehreren C-Rohren der Brandschutz an der Einsatzstelle sichergestellt. Nachdem alle Personen abtransportiert waren, leuchteten die Einsatzkräfte die Unfallstelle noch für die polizeilichen und gutachterlichen Arbeiten aus.
Nachdem auch dies beendet war, reinigten die Feuerwehren noch die Fahrbahn und konnten schließlich kurz nach 6:00 morgens die Fahrbahn wieder für den Verkehr freigeben. Den Einsatz der Feuerwehren der Stadt Landshut koordinierte Stadtbrandrat Sebastian Öllerer, die Einsatzleitung lag bei der Feuerwehr Hohenegglkofen.








