Großübung der Feuerwehr im Krankenhaus Landshut-Achdorf

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut hat am vergangenen Mittwoch mit mehreren Löschzügen, der UGÖEL sowie mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren aus Niederkam und Tiefenbach eine Großübung am Krankenhaus Landshut-Achdorf durchgeführt. Angenommen wurde ein Brandereignis in einem Lagerraum einer Krankenstation im 5. Obergeschoss mit starker Rauchentwicklung und rund 35 im unmittelbaren Gefahrenbereich befindlichen Patienten. Die Patienten wurden von Mitgliedern der Landshuter Jugendfeuerwehr sowie von speziell geschulten Notfalldarstellern des BRK gespielt, um für die eingesetzten Kräfte auch ein möglichst realitätsnahes Szenario mit physischen und auch psychischen Stresssituationen hervorzurufen. Dazu wurde der betroffene Bereich mit mehreren großen Nebelmaschinen komplett verraucht.

Die Übung wurde zunächst mit einer automatischen Brandmeldung aus dem Krankenhaus gestartet (Alarm für die Löschzüge Achdorf und Hofberg) und nach wenigen Minuten mit der Bestätigung eines Brandereignisses durch die Bediensteten der Station mit einer entsprechenden Alarmstufenerhöhung (Alarm für die Löschzüge Stadt, Rennweg, Siedlung, die UGÖEL sowie die Feuerwehren Niederkam und Tiefenbach) fortgesetzt. Die ersteintreffenden Kräfte begannen nach einer kurzen Lageeinweisung umgehend unter schwerem Atemschutz mit der Absuche des betroffenen Bereichs und der Personenrettung. Parallel machten sich weitere Kräfte auf die Suche nach dem Brandherd, der schließlich in einem Lagerraum ausfindig gemacht werden konnte. Die aufgefundenen Personen wurden zunächst in einen rauchfreien benachbarten Gebäudeabschnitt gebracht und dort von Kräften der Feuerwehr sowie den eintreffenden Sanitätern des BRK erstversorgt sowie anschließend gesichtet und entsprechend der Kategorisierung weiterbehandelt bzw. abtransportiert. Gerade für die Rettung und Betreuung der teils bewusstlosen und teils unter Schock stehenden Personen war ein enormer Kräfteeinsatz seitens Feuerwehr und BRK erforderlich. Mit vereinten Kräften gelang es schließlich, alle 30 Personen aus dem Gefahrenbereich zu retten und der Weiterversorgung zuführen zu können. Nach Ende der Übung wurde der betroffene Bereich noch mit einem Überdrucklüfter, der auf einer der Drehleitern positioniert war, entraucht.

Abschließend möchte sich die Landshuter Feuerwehr recht herzlich bei LAKUMED und Geschäftsführer Jakob Fuchs für die Möglichkeit dieser Großübung sowie die anschließende Verpflegung bedanken. Für die Feuerwehr sind derartige Übungen in Sonderobjekten von großer Bedeutung. Ein ebenso großer Dank geht an die Freiwilligen Feuerwehren aus Niederkam und Tiefenbach sowie an das BRK für die Teilnahme an dieser Großübung und die gute, kameradschaftliche Zusammenarbeit.